Es brauchte zwei mutige Männer, um die Geschichte Lapponias zu beginnen – den Unternehmer und Visionär Pekka Anttila und den Schmuckdesigner und Künstler Björn Weckström. Gemeinsam verstießen diese Männer gegen alle Regeln des Schmuckdesigns, die in den sechziger Jahren galten. Der Silberschmied und spätere Silberschmiedemeister Pekka Anttila (1931–1985) gründete Lapponia Jewelry Oy 1960. In der Anfangszeit bot das Unternehmen herkömmlichen Schmuck an: halbrunde Armreifen und Ketten. Mit der ausgezeichneten Qualität der Produkte und der vollendeten Ausführung gewann die Firma bald das Vertrauen der Kunden. Im Markt herrschte jedoch ein harter Wettbewerb. Als entschlossener Mensch mit starkem Willen wollte Pekka Anttila „etwas Neues, etwas Eigenes“ schaffen. Er gab dem Unternehmen im Bereich des konventionellen Schmucks keine Zukunft und suchte für den Einstieg in den internationalen Markt einen originelleren, persönlicheren Ansatz. Anttila wollte seinen eigenen Weg gehen. In der heutigen Terminologie beschloss er schon damals, das Produkt zu differenzieren. Aus den gemeinsamen Ausbildungsjahren an der Goldschmiedeschule kannte Pekka Anttila Björn Weckström, dessen berufliche Entwicklung er mit Interesse verfolgt hatte. 1963 nahmen die beiden Männer ihre langjährige Zusammenarbeit auf. Auf einer internationalen Messe stellte Lapponia 1965 zum ersten Mal aus. Im selben Jahr erhielt Björn Weckströms goldenes Collier „Blühende Mauer“ in dem zur Vierhundertjahrfeier von Rio de Janeiro ausgeschriebenen Wettbewerb den ersten Preis. Das frappierende, eigenwillige Design der Firma weckte im Ausland Aufmerksamkeit, und 1966 nahm Lapponia den Export auf. Allmählich begann sich auch der finnische Markt für das neuartige Produkt zu erwärmen. | Das Geschäft expandierte. Seit 1971 arbeitet die Firma mit dem Dänen Poul Havgaard zusammen. Seine ersten Silberschmuckentwürfe für Lapponia waren dreidimensional, die Ausführung seidenmatt. Einige Stücke enthielten bewegliche Teile. Der Kunstmaler Juhani Linnovaara gestaltete 1972 seinen ersten Weißgoldschmuck für Lapponia, und die erste Arbeit von Zoltan Popovits ist das silberne Schachspiel aus dem Jahr 1975. Seit 1989 gehört auch der Franzose Christophe Burger zur Designergarde von Lapponia. Das kennzeichnende Merkmal seiner ersten Kollektion war patiniertes Weißgold. Pekka Hirvonen stieß 2002 mit Goldschmuck zum Team. Seit Anfang des Jahres 2006 arbeitet Lapponia außerdem mit der gebürtigen Taiwanesin Chao-Hsien Kuo zusammen, deren erste Lapponia-Stücke aus Silber und Gold gefertigt sind. Pekka Anttila wurde 1972 mit dem finnischen Unternehmerpreis ausgezeichnet. Der Export entwickelte sich gut und erreichte 1975 bereits einen Umsatzanteil von 75 Prozent. Lapponias Verdienst als eines der Unternehmen, die finnischen Schmuck international bekannt gemacht haben, wurde 1979 vom finnischen Präsidenten mit der Verleihung des Exportpreises gewürdigt. |